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Gospelchor Wolfsburg

  Internationale Chormusik a cappella

Michael Grosse

Im September 2012 habe ich die Leitung des Gospelchors Wolfsburg übernommen. Und seitdem freue ich mich über unsere Zusammenarbeit und die gute Verfassung, in der sich der Chor befindet – musikalisch wie menschlich.

Ich bin ein Diplom-Kulturpädagoge, Hauptfach Musik. Seit 2005 arbeite ich selbständig als Chorleiter, Musikpädagoge und Musiker. Meine Schwerpunkte neben der Vokalmusik (einschließlich Obertongesang) sind die Gitarre im Singer-Songwriter-Bereich, indische Musik, afrikanische Musik, „Unerhörtes Hören”, Soundscapes und – immer noch – die Fotografie.

Eigentlich wollte ich nie von der Musik leben. Sie war mir zu wichtig, war meine innerste Sprache, der ich nicht untreu werden wollte, um damit Geld zu verdienen. Doch ich hatte Glück: Inzwischen ist meine andere Herangehensweise an Musik (verstehen und machen) gefragt. Wie auch das, was ich zeitlebens aus verschiedensten Musikbereichen und -kulturen zusammengetragen und mir angeeignet habe. Nun kann ich von der Musik leben, ohne mich verbiegen zu müssen.

Auch im Chorbereich habe ich andere Vorstellungen und Arbeitsweisen entwickelt. Die Entdeckung unbekannter Stücke, die Auswahl ungewöhnlicher Lieder spielt dabei eine große Rolle. Qualität und Vielfalt, unterstützt durch intensive (meist eigene) Arrangements sind mir wichtig. Ebenso wichtig sind mir Qualität, Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit der Interpretationen durch den Chor. Mein Wunsch ist, dass den Chormitgliedern die Lieder nach und nach zur eigenen Musik werden, zum Ausdruck eigener Gefühle und Befindlichkeiten.

Bei Chorauftritten sind die Ergebnisse unserer Arbeit zu erleben: Nur selten halten wir Papier in den Händen, ist der Blick gesenkt in Noten oder Texte. Die Blicke der Sängerinnen und Sänger enden auch nicht bei mir als Dirigenten. Ich stehe nicht im Focus mit großen Bewegungen vor dem Chor – und nicht mit dem Rücken zum Publikum. Die Arbeit an Stück und Arrangement, an Intonation, Rhythmik und Zusammenklang, am Halten von Spannung und Ausdruck ist vor den Auftritten gelaufen. Ich stehe im Chor, singe im Tenor oder auch im Bass mit, und greife von dort nur gelegentlich noch dezent ins Geschehen ein. Der Halbkreis des Chores ist zum Publikum hin offen. Unsere Blicke können kommunizieren mit den Menschen, für die wir singen ...

Neben dem Gospelchor Wolfsburg leite ich noch vier A-cappella-Chöre in Braunschweig (Open Voices), Wolfenbüttel (KlangVoll und Punkt 8) und Seinstedt (Miasobate). – Zu Hause bin ich in Eitzum, einem schönen Dorf am Südrand des Elms, in einem alten Fachwerkhaus mit großem Garten.